Die ECO-oh! Gruppe: von Natur aus ökologisch

Die ECO-oh! Gruppe: von Natur aus ökologisch

UNTERNEHMENSGESCHICHTE: VOM PILOTPROJEKT ZUM EINMALIGEN RECYCLINGBETRIEB

1989 starteten die 4 Gründungspartner von Ekol (Kempense Steenkoolmijnen, OVAM, LVM und Eurobox) ein Pilotprojekt, mit dem sie auf ein dringliches ökologisches Problem reagierten. In der Konsumgesellschaft führte die zunehmende Anzahl an Kunststoffverpackungen zu einem wachsenden Abfallberg. Die Lösung: Bürger lernen, Kunststoffe getrennt zu sammeln, um sie anschließend zu recyceln.

Verbraucher können allerdings nur schlecht zwischen PET-, PE-, PP- und PVC-Kunststoffen unterscheiden. Ob Folien, Butterdosen, Erdbeerschalen oder Blumenkübel – für sie ist alles einfach Kunststoff. Aus diesem Grund haben wir von Beginn an einen Maschinenpark konzipiert, mit dem stark verschmutzte, gemischte Ströme von Kunststoffabfällen aus Haushalten verarbeitet werden können. Nur so kann auf breiter Ebene zu einer unkomplizierten Mülltrennung aufgerufen werden. Dies hat für die ECO-oh! Gruppe oberste Priorität.

Ekol verzeichnete ein beständiges Wachstum und erreichte 2010 die damals maximale Kapazität von 10.000 Tonnen. 2010 wurde Ekol von den heutigen Eigentümern aufgekauft, die eine Erweiterung der Produktionskapazität auf 22.000 Tonnen pro Jahr beschlossen. Diese reicht aus, um die Kunststoffabfälle aus den Haushalten von 2,5 Millionen Flamen zu recyceln. Gleichzeitig wurde die Verarbeitbarkeit der recycelten Rohstoffe mithilfe von Innovationen stark verbessert.

2015 wurde von Ekol in ECO-oh! umfirmiert, woraus die ECO-oh! Gruppe mit getrennten Geschäftseinheiten für Recycling, Verarbeitung, Innovation und Vertrieb hervorging. Mit der starken und praxisorientierten Marke ECO-oh! und einer neuen Organisation ist die ECO-oh! Gruppe für weiteres Wachstum gerüstet.

OKOEFFIZIENZ LIEGT UNS IM BLUT 

Als Industriebetrieb ist ECO-oh! von Natur aus ökologisch. Indem wir Kunststoffabfälle auf möglichst ökoeffiziente und kostengünstige Weise zu 100 % recycelbaren Rohstoffen und Produkten verarbeiten, schließen wir den eigenen Kreislauf. Dazu nutzen wir in unseren Werken in Houthalen und Laakdal einen Herstellungsprozess ohne Abfallstoffe und Emissionen und mit 100 % Ökostrom.
In Houthalen sammeln wir Regenwasser und bereiten unser eigenes Abwasser vollständig auf. Während des Recyclingprozesses freigesetzte organische Reststoffe werden kompostiert.
Wir sind stolz, dass unser einzigartiges Werk in Houthalen gemäß der Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert wurde. 

QUALITATSSTEIGERUNG DER ROHSTOFFE UND PRODUKTE 

Noch wichtiger als die Erweiterung der Produktionskapazität ist die Tatsache, dass die durchschnittliche Qualität und Verarbeitbarkeit der recycelten Rohstoffe grundlegend verbessert wurde. Die Einsatzmöglichkeiten des neuen Regranulats eröffnen ECO-oh! vielfältigere Absatzchancen.

Darüber hinaus haben wir nicht nur in Intrusion, sondern auch in neue Linien für Extrusion, Spritzguss und eine 100 % automatisierte Linie für Plattenherstellung investiert.  Mit neuen Matrizen und der Philosophie modularer Produkte sorgen wir für ein modernes Design und flexible Kombinationsmöglichkeiten.

Auch in den kommenden Jahren soll Innovation als treibende Kraft die weitere Verbesserung unserer Produkte gewährleisten. Die Patentierung eines neuen Herstellungsverfahrens ermöglicht zudem einen unbegrenzten Absatz der recycelten Rohstoffe. Durch diese Entwicklung, über die wir im Frühjahr 2017 ausführlicher berichten werden, können wir beruhigt in die Zukunft blicken.

AUFRUF AN DIE BEHORDEN 

Die neue europäische Recyclingnorm für Kunststoffabfälle aus Haushalten gibt mit 55 % bis zum Jahr 2025 eine Zielgröße vor, die sich problemlos erreichen lässt. Wir beweisen, dass rein mechanisches Recycling mit 97 % reeller Rohstoffausbringung realisierbar ist. Dies bedeutet, dass „thermische Valorisierung“, oder einfacher gesagt Verbrennung, überflüssig wird.

Als Partner von Behörden und Herstellern bietet die ECO-oh! Gruppe heute Lösungen, die durch einen leistungsstarken Upcycling-Prozess dafür sorgen, dass Kunststoffabfälle aus Haushalten in einem geschlossenen Kreislauf zu 100 % recycelbaren Produkten aufbereitet werden. Durch ein rentables Geschäftsmodell beweisen wir zusammen mit interkommunalen Projekten und mehr als 1,5 Millionen Flamen, die ihren Müll getrennt entsorgen, dass (ergänzend zur Trennung von Kunststoffflaschen, Metallverpackungen und Getränkekartons) eine Norm von 55 % effektivem Recycling bereits jetzt eingehalten werden kann.

Innerhalb eines geeigneten gesetzlichen Rahmens ist die ECO-oh! Gruppe bereit, die nötigen Investitionen zu tätigen, um zusätzliche Verarbeitungskapazität in Flandern und Wallonien und damit auch neue Arbeitsplätze zu schaffen. Daher rufen wir Behörden dazu auf, schon jetzt auf freiwilliger Basis die getrennte Müllsammlung zu erweitern und die gesetzlichen Vorschriften – im Einklang mit dem Wunsch der Bürger nach maximalem Trennen und Recycling – folgen zu lassen.  Denn Recyceln können wir nur gemeinsam!

ZAHLEN UND FAKTEN ZU ECO-OH! 

  • Aktivitäten: Recycling gemischter Kunststoffabfallströme aus Haushalten zu Rohstoffen und deren Weiterverarbeitung zu Produkten
  • Marke: ECO-oh!
  • Recyclingkapazität: 17.000 Tonnen in 5/7 und 22.000 Tonnen in 7/7
  • Verarbeitungsverfahren: Intrusion, Extrusion, Spritzguss, Plattentechnik
  • Investition in 3. Recyclinglinie: für 2018 geplant, 10.000 Tonnen zusätzliche Kapazität
  • Investition in „Innovationskonzept“: für 2018 geplant, auf Halbfabrikate ausgerichtet
  • Beschäftigtenzahl: 40
  • Voraussichtlicher Umsatz 2016: 8 Millionen Euro

DER ECO-OH! RECYCLINGPROZESS 

Der Abfallberg aus Kunststoffen:

Die angelieferten Kunststoffabfälle aus Haushalten werden in einer wind- und regendichten Halle gelagert, um Verwehung, Geruchs- und Blickbelästigung zu vermeiden.

Zerkleinerung auf Faustgröße:

Im ersten Schritt werden die Kunststoffabfälle mit einem Rotorshredder auf Faustgröße zerkleinert, um einen vollständig automatischen Prozess zu ermöglichen.

Entfernung von Nicht-Kunststoffen, Waschen und Trennen:

In einer Vorwaschtrommel werden alle Nicht-Kunststoffe wie Glas, Steine und Metalle von den Kunststoffen getrennt. Anschließend entstehen im Trennungstank zwei Teilströme: eine schwimmende Fraktion (PE, PP) und eine sinkende Fraktion (PVC, PET, PS). 

Mechanische Trocknung und weitere Sortierung:

In einem mechanischen Trocknungsprozess werden Wasser und Papiermasse aus den gewaschenen Kunststoffen zentrifugiert. Danach wird die schwimmende Fraktion mithilfe von Luft in eine Folienfraktion und eine harte Fraktion unterteilt.  

Agglomerat und Regranulat:

Abschließend werden die Folienfraktionen im Agglomerator oder Regranulator zu rohen Kunststoffkörnern verdichtet. Bei diesem Prozess wird die relative Dichte verzehnfacht. Die Kunststoffkörner sind nun für die Verarbeitung zu neuen Produkten bereit.

Verarbeitung zu Produkten:

Derzeit verfügt die ECO-oh! Gruppe über 4 Extrusionslinien, eine Intrusionslinie, eine robotisierte Spritzgusslinie und eine ultramoderne Plattenmaschine.
Bei der Produktion werden Kunststoffkörner geschmolzen und in Matrizen gepresst oder kontinuierlich mit Wasserkühlung hindurchgeführt.
In der Endbearbeitung werden die Produkte schließlich fertiggestellt, angestrichen und montiert. 

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